Donnerstag, 7. März 2019

Rückkehr nach Brisbane

Unser Flug hatte bald eine Stunde Verspätung und wir kamen  am Abend in Brisbane an. Unser Uber-Fahrer, der uns in die gebuchte Wohnung brachte war wieder ein Inder und sprach kaum ein Wort mit uns, hatte aber ein sehr schickes Auto und setzte uns sicher an der genannten Adresse direkt im CBD ab. Unser Gastgeber Tom holte uns an der Tür ab und zeigte uns die Wohnung. Er ist Schotte und arbeitet 12 Stunden am Tag – sehr netter Kerl. Das Zimmer ist nicht groß, hat aber sehr bequeme Betten und gleich gebenüber ein Bad für uns alleine. Sehr schön.

Wir hatten noch 2 Tage Zeit in Brisbane und verbrachten diese am Fluß und in den Parks der Stadt.

CBD

Hauptstraße durch den CBD

Am Brisbane River

Öffentliche Badelandschaft


Ein Highlight war das Lone Pine Koala Sanctuary, wo wir endlich Koalas, ein Schnabeltier, einen Tasmanischen Teufel und jede Menge Kängurus zu sehen bekamen. Man kann mit dem Bus aus dem Zentrum Brisbanes direkt hinfahren und das lohnt sich wirklich.




Koalas

Schnabeltier
Tasmanischer Teufel

Kängurus

die sind Menschen gewöhnt

Kasuar

Der Rückflug war wieder sehr lang und nach der Ankunft war uns klar, dass wir so schnell nicht wieder so lange fliegen wollen. Das gibt sich aber sicher nach ein paar Monaten wieder!!

Port Douglas und Cairns


Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen und liefen nochmal zum größten Pool zwischen den Felsen, damit Fritz eine Schwimmrunde absolvieren konnten. Wir hatten am Abend beschossen, nochmal ans Meer zu fahren. Sophie meinte, Port Douglas wäre sehr schön und man könne ohne von Sandfliegen zerstochen zu werden, am Strand liegen. Gesagt, getan – schon am frühen Nachmittag kamen wir in Port Douglas an, fuhren auf einen Campingplatz „im Zentrum“ und nahe am Strand und machten uns gleich mitsamt Badesachen auf, die Örtlichkeiten zu erkunden. Der Strand ist wirklich sehr schön, ein langer breiter Sandstrand gesäumt von Palmen. Schwimmen kann man dort auch nur im Stingernet. Es war ziemlich windig und dadurch waren die Wellen relativ hoch, so dass man eigentlich nur plantschen konnte. Das Wasser hatte 26 Grad, also richtig schön erfrischend. Fritz wollte gar nicht ins Wasser, was sehr ungewöhnlich ist. Ich denke, er hatte Angst, dass durch die Wellen die Quallen über die Absperrung ins Stingernet  gespült werden. Vielleicht hätten wir lieber die Warntafel am Strand mit den vrerschiedenen Quallenarten nicht lesen sollen. Da kann es einem schon vergehen!





Quallenwarnung







Wir beschlossen, den Ort zu erkunden. Das Zentrum besteht aus zwei großen Straßen, an denen die Touristengeschäfte, Bars und Restaurants liegen. Außerdem gibt es noch eine kliene Kirche und einen Aussichtspunkt mit einem schönen Blick über den Strand. Im Hafen liegen viele Schiffe vor Anker und man merkt, dass hier keine Armen Urlaub machen.


St. Marys by the Sea



Wegen dem Labourday, der hier am 7. Mai Feiertag ist, hatten wir gestern schon alles für unser Barbecue eingekauft und so grillten wir am Abend im Kitchen Area unsere Sachen. Hier gibt es auf jedem Campingplatz , öffentlichen Rastplätzen oder auch in Parks oder an Schwimmbädern Grillstellen mit Gasgrill, die jeder kostenlos nutzen kann. Das ist wirklich eine feine Sache.
Nach der Nacht in Port Douglas fuhren wir die Küste entlang Richtung Süden nach Cairns. Das dauert ungefähr eineinhalb Stunden und ist mit eine der schönsten Strecken, die wir gefahren sind. Die Straße führt direkt am Meer entlang, rechts ist Regenwald und man hat immer wieder wunderschöne Ausblicke.
In Cairns hatte Sophie schon einen Campingplatz ausgewählt und den steuerten wir direkt an. Wir mussten ja das Wohnmobil ausräumen, sauber machen und unsere Rucksäcke packen, weil am nächsten Tag unser Flug nach Brisbane ging. Wir erledigten all diese Sachen und fuhren dann mit Sophies Auto in die Innenstadt. Nach Brisbane ist Cairns die blebteste Stadt, die wir gesehen haben. Es waren viele Menschen unterwegs und sogar nach Sonnenuntergang saßen viele Leute in den Restaurants und Cafes. Es sind viele Touristen und Backpacker unterwegs und wahrscheinlich durch den Internationalen Flughafen der Stadt ist hier im allgemeinen viel los. Das Klima ist tropisch, also feucht-heiß. Mitten in der Stadt gibt es einen riesigen Swimmingpool, natürlich mit Umkleiden, Barbecue-Area usw, den jeder kostenlos nutzen kann.

 
am Strand in Cairns
Sophie kannte sich in Cairns gut aus, weil sie immer zu dem dortigen Konsulat fahren musste, um ihre Prüfungen für die Fernuni zu schreiben. Auch dort fuhren wir vorbei. Wir zogen durch mehrere Souvenirläden, um noch ein paar Geschenke für die Daheimgebliebenen einzukaufen. Vor allem aber wollten wir zum Abschluß unserer Reise nochmal schön essen gehen. Sophie kannte einen Inder, von dem sie ganz begeistert war und es hat wirklich ausgezeichnet geschmeckt. Als wir zum Auto zurückkamen, klebte ein Ticket an der Scheibe. Obwohl wir vorher noch über Parkautomaten diskutiert hatten, haben wir dann alle drei vergessen, ein Ticket zu ziehen. Die Strafen hier sind ganz schön saftig. Das Parkticket hätte 2 Dollar gekostet. Wenn man keins hat muss man 58 Dollar zahlen.
Am Morgen räumten wir die restlichen Sachen aus dem Wohnmobil, packten alles, was wir nicht mitnehmen konnten und unsere Rucksäcke in Sophies Auto und fuhren zur Rückgabe des Wohnmobils. Dort ging alles reibungslos über die Bühne und schon nach einer halben Stunde waren wir fertig und fuhren nochmal in die Stadt. Bis zu unserem Flug hatten wir noch Zeit und wollten noch eine Runde im Pool schwimmen gehen. Als wir hinkamen, war der leider wegen Reinigungsarbeiten (einmal die Woche und ausgerechnet wenn wir hinwollen!) geschlossen. So bezahten wir wenigstens den Strafzeittel vom Vortag bei der Post, aßen noch etwas in einem Foodcourt und dann setzte uns Sophie am Flughafen ab. Sie wollte auch spätestens um 1 nach Townsville starten. Die Fahrt dauert mindestens 4 – 5 Stunden und man sollte wegen der Tiere möglichst nicht nachts fahren.
So ging  unsere schöne gemeinsame Reise zu Ende und wir verabschiedeten uns am Flughafen.

Von Townsville nach Cairns


Nach unserem Badeausflug in Rollingstone ging es am nächsten Morgen weiter nach Ingham. Dort hatten wir uns inzwischen mit Sophie verabredet, die noch einen Tag in Townsville geblieben war. In Ingham hielten wir vor der Post und liefen durch das „Zentrum“ des Ortes, das aus einer Straße mit älteren Gebäuden bestand. Dort vor die Post sollte Sophie kommen. Nachdem wir beim Infozentrum zwei nette alte Damen befragt hatten, was in der Umgebung so geboten sei, schlenderten wir zurück Richtung Zentrum und suchten uns ein Cafe, in dem wir auf Sophie warten wollten. Dort hatten wir uns kaum niedergelassen, als sie auch schon auftauchte und wir zum nahen Coles gemeinsam zum Einkaufen gingen.
Wir beschlossen, auf den 3 Kilometer entfernten Campingplatz zu fahren, den Camper dort abzustellen und danach mit Sophies Auto zu den Wallamanfalls zu fahren, den höchsten Wasserfällen Australiens mit 268 Metern. Wir machten erst einige Fotos von einem Aussichtspunkt aus und Sophie und Fritz gingen am oberen Becken vor dem Wasserfall schwimmen. Nach unten war der Weg gesperrt und für die Tageszeit auch zu weit, weil vor allem der Rückweg sehr steil und anstrengend ist. Die natürlich auch dort vorhandenen Schilder warnen eindringlich vor Überanstrengung und sogar Todesgefahr.

auf dem Weg zum Wasserfall


der höchte Wasserfall Australiens
Zurück am Campingplatz kochten wir uns Abendessen, tranken unsere übliche Ration Hammer ‚n‘  Tongs und gingen früh ins Bett. Sobald es hier dunkel wird ist nichts mehr los und man hat das Gefühl, dass sich alles Leben zu Hause abspielt. Sophie hatte uns eingeschärft, nachts immer nur mit Taschenlampe zum Waschhaus zu gehen, weil man sonst leicht auf giftige Schlangen treten kann. Ich nahm das nicht so genau, vor allem weil es nur ein paar Meter bis zu den Sanitäranlagen war. Prompt stieß Fritz in der Dunkelheit auf eine große dunkelbraune Schlange, die er ohne Taschenlampe nicht entdeckt hätte!
Wir hatten am Abend schon besprochen, dass wir nicht die Route an der Küste entlang nach Cairns nehmen wollten, sondern nochmal ein Stück ins Landesinnere über die Atherton Tablelands. Der Weg führte uns auf dem Weg nach Innisfail zunächst am Hichinbrook Lookout vorbei, von dem man eine fantastische Aussicht auf die gleichnamige Insel hat. Unser nächster Stopp war Cardwell, das direkt am Meer liegt. Man kann direkt am Strand halten und schöne Fotos machen – das reinste Postkartenidyll, wie man sich halt einen tropischen Sandstrand vorstellt. Leider kann man nicht reingehen wegen der Salzwasserkrokodile und am Strand kann man sich auch nicht aufhalten wegen der Sandfliegen. Too bad!

Strand von Cardwell



Sophie zeigte uns  anschließend Tully mit seinem Wahrzeichen, dem goldenen Gummistiefel. Tully ist die feuchteste Stadt Australiens und so viel Wasser, wie in den Gummistiefel passt fiel im Jahr 1985 auf einen Quadratmeter. Ausserdem hat Sophie in Tully drei Tage lang auf einer Bananenfarm gearbeitet, bis sie gefeuert wurde. Das ist ein trostloser Ort, der nichts außer Farmarbeit zu bieten hat.  Es muss schrecklich gewesen sein bei diesem schwül-heißem Klima, den Spinnen und den rauen Umgangston! Da tat sie mir im Nachhinein noch ziemlich leid, dass sie das machen musste.

Nachdem wir unsere Vorräte in Innisfail aufgefüllt hatten, fuhren wir hoch in die Tablelands. Dort wurde es merklich kühler und die Landschaft und Vegetation änderte sich schnell. Wir kamen an einer Teeplantage vorbei und die Zuckerrohrfelder machten Viehweiden Platz, auf denen viele Rinder und einige Schafe grasten. Es sah fast wie im bayrischen Voralpenland aus.

Teeplantage
Tablelands



Am Spätnachmittag erreichten wi r Millaa Millaa, wo wir auf einem Campingplatz eincheckten. Von dort aus erkundeten wir mit Sophies Auto den nahegelegenen Waterfall Circuit. Auf diesem Rundweg kommt man an drei sehr schönen Wasserfällen vorbei. Leider konnten wir keine der hier vorkommenden Baumkängurus oder Schnabeltiere sehen, aber die Wasserfälle haben uns sehr gut gefalllen.
Atherton
Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag weiter zum in der Regenzeit mit bis zu 65 Metern, breitesten Wasserfall Australiens – den Millistream Falls. Auf dem Weg nach Atherton, der Hauptstadt der Tablelands, kamen wir an einem Nationalpark vorbei, der einen gruseligen und sehr tiefen Kratersee hat, der Hypipamee National Park, genannt „The Crater“. Der liegt in einem sehr schönen Regenwaldgebiet und man kann ihn von einer Aussichtsplattform aus anschauen. Reingehen kann und will man da gar nicht. Er hat einen Durchmesser von mehr als 60 Meter und  eine Wassertiefe von 85 Meter. Er soll durch eine Gasexplosion entstanden sein. In dem Wasser leben einzigartige Bakterien und wer weiß, was sonst noch alles. Er wirkt jedenfalls ziemlich gruselig.

Breitester Wasserfall Australiens


The Crater
Nach dem Kratersee erreichten wir in der Nähe von Mareeba den Granite Gorge, wo wir auch die Nacht über bleiben wollten. Dort gibt es riesige Granitblöcke, zwischen denen ein Bach verläuft und Pools zum Schwimmen bildet, in denen man auch tatsächlich baden kann. An den Felsen leben Rockwallabys, die an Menschen gewöhnt sind und die man füttern kann. Sehr putzig! Die Wanderung, die wir durch das Gelände unternahmen, haben wir etwas unterschätzt. Von der Entfernung her war es nicht so wild, aber man musste ziemlich viel über die zum Teil sehr steilen Felsen klettern, so dass wir verschwitzt und müde zu unserem Camper zurückkehrten, wo dank unseres Kühlschranks ein kaltes Bier sofort zur Belohnung auf uns wartete.

Straße zum Granite Gorge

Rockwallabies


Fressen aus der Hand

Dino-Fußabdruck
 

Montag, 28. Januar 2019

Townsville und Magnetic Island


NachAirlie Beach fuhren wir direkt nach Townsville. Auf dem Weg machten wir Pause in Bowen direkt am Strand. Nachdem wir schon wieder unterwegs waren, stellten wir alle drei fest, dass unsere Füße und Beine total von Sandfliegen zerstochen waren und fürchterlich juckten. Wir haben den Halt sehr bereut und hatten noch Tage später mit den Stichen zu kämpfen.
Auf dem Weg nach Townsville machten wir Halt am Alligator Creek. Dort liefen schon am Parkplatz kleinere Wallabys rum und wir folgten dem Weg zu den Badestellen. Der Fluss hat dort große Becken ausgewaschen, in denen man schwimmen kann. Den Rückweg zum Auto legten wir im Turbogang zurück, weil es vor Moskitos dort nur so schwirrte.








Am Spätnachmittag kamen wir in Townsville an und stellen den Camper an vor Sophie und Davids Haus an die Straße.  Dort blieben wir für die nächsten drei Tage stehen. Am Abend gab es Barbecue und wir lernten auch Jari, den Mitbewohner von Sophie und David kennen.
Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer Stadtführung durch Townsville. Sophie führte uns an alle interessanten Orte, den Ross River Damm, das Freizeitgelände am Fluss, die „Altstadt“ von Townsville und auf den Castle Hill.






Am folgenden Tag machten wir einen Ausflug nach Magnetic Island. Sophie brachte uns zur Fähre und holte uns am Abend wieder ab. Wir machten dort eine Wanderung, den Forts Track. Leider bekamen wir keinen Koala zu Gesicht, obwohl auf der Insel die größte Koala-Population von Queensland leben soll. Sehr schade! Unser Weg führte uns im Anschluß in die Horseshoe Bay. Dort gibt es einen langen wunderschönen Sandstrand, aber schwimmen kann man nur innerhalb des Stingernets. Wir kamen zur Ebbe hin und das Wasser reichte uns höchstens bis zum Knie.  Fritz hatte seit Bowen sowieso keinen Bock mehr auf Sandstrand und so ließen wir das Baden schön bleiben. Wir genossen den schönen Anblick und nahmen den nächsten Bus zurück nach Nelly Bay zur Fähre. 

Hafen von Townsville


auf der Fähre










 An der Anlegestelle setzten wir uns auf eine Bank und es gesellten sich nach und nach noch ein paar Leute dazu – ein Schwede, der auf Magnetic Island wohnt und zwei südamerikanische Touristen. Die Fähre hatte über eine halbe Stunde Verspätung und bis wir zurück in Townsville waren, war es schon dunkel. Mein Handy hatte keinen Saft mehr und Fritz Handy kann oft kein offenes WiFi empfangen. So liefen wir bis in die Flinders Street, in der wir schon am Vortag waren, und riefen von einer Telefonzelle Sophie an, damit sie uns abholen kommt. Das hat nach einiger Zeit tatsächlich geklappt und für unseren Abschiedsabend gab es Känguruhfleisch vom Grill. Schmeckt anders als anderes Fleisch, lecker, aber man kann nicht so viel davon essen, weil der Geschmack doch sehr eigen ist.
Am nächsten Tag fuhren Fritz und ich ab weiter Richtung Norden. Wir wollten einen gechillten Tag am Meer verbringen und einfach mal nichts machen. Auf dem Weg machten wir halt in Cristal Creek, einer sehr schönen Badestelle am gleichnamigen Fluss.

Cristal Creek

Danach steuerten wir einen Campingplatz in Rollingstone an, weil wir den Camper wieder an Strom anschließen mussten. Der Platz war fast leer , lag direkt an einem sehr langen und leeren Sandstrand . Wir waren begeistert! Wir stellten den Camper ab und machten einen Spaziergang zum Meer. Dort standen Schilder mit Warnungen vor Salzwasserkrokodilen (deshalb der leere Strand!).




Dann also zum Pool. Der sah wirklich gut aus und kein Mensch dort! Wir warfen uns in unsere Badesachen, nahmen was zu lesen mit und machten es uns in den bereitstehenden Liegen bequem. Kaum lagen wir da, wurden wir von winzigen Fliegen umschwirrt  (Sandfliegen??). Nach der Erfahrung in Bowen packten wir unsere Sachen wieder zusammen und zogen uns schon früh in unseren Camper zurück!

Rückkehr nach Brisbane

Unser Flug hatte bald eine Stunde Verspätung und wir kamen   am Abend in Brisbane an. Unser Uber-Fahrer, der uns in die gebuchte Wohnung bra...