Mittwoch, 25. April 2018

Brisbane

Vor dem langen Flug nach Australien hat es uns beiden sehr gegraust. Die erste Etappe bis nach Dubai war schnell vorbei (nur 5 einhalb Stunden). In Dubai hatten wir 3 Stunden Aufenthalt und wir schlenderten durch den Flughafen, der sich seit unserem letzten Zwischenstopp wieder um ein gutes Stück vergrößert hat.

Aufbruch in München

Im Flughafen Dubai


Beim check-in für den langen Flug von Dubai nach Brisbane (13 einhalb Stunden) hatten wir schon gesehen, dass das Flugzeug nicht ganz voll war und hatten auf ein ganze Sitzreihe gehofft (oder gar ein kostenloses upgrade), um etwas schlafen zu können. Ein upgrade haben wir nicht bekommen, aber immerhin eine Sitzreihe für uns, so dass wir abwechselnd etwas schlafen konnten. Dazwischen schauten wir ein paar Filme an und es gab natürlich auch was zu essen. Im Großen und Ganzen war der Flug weniger schlimm als befürchtet und wir kamen gegen Abend nicht allzu übermüdet in Brisbane an.

Sophie hatte uns empfohlen, Uber zu nutzen und kein Taxi zu nehmen, da das viel billiger sei. Ich hatte mit zuhause die Uber-App runtergeladen und nutzte sie nun das erste Mal. Die Bestellung und Abholung klappte problemlos und das pick-up area für die Uber-Fahrer ist sogar ausgeschildert. Unser Fahrer, der aussah wie ein Sikh, war sehr nett und brachte uns schnell zu unserer Unterkunft. Uns fiel auf, dass es verkehrsmässig ruhig zuging, obwohl Hauptverkehrszeit war und auch der Stadtteil Paddington, in den er uns brachte, machte den Eindruck einer ruhigen Wohngegend.

Unser Host Blake war gerade mit seinen Mitbewohnern am Essen und zeigte uns unser Zimmer und das Haus. Es ist ein typisches altes Queenslander Haus aus Holz und steht auf Stelzen. Wir haben ein großes Schlafzimmer und sind zu Fuß in ein paar Minuten in der Craxton Street, wo es Bars, Restaurants und Geschäfte gibt. Wir packten ein bißchen aus und gingen dann los, um ein nettes Lokal zum Abendessen zu finden. Blake hatte das Craxton Hotel empfohlen, weil die am Montag Abend alle Hauptgerichte zum halben Preis anbieten. Dort gingen wir auch hin. Das Essen war gut und reichlich, das Bier sehr teuer (aber das wussten wir ja schon) und die Atmosphäre war wie in einer großen Bahnhofshalle. Die Kellnerinnen waren sehr freundlich und wir kehrten müde in unser Zimmer zurück.
Unser Zimmer


Das Wohn- und Esszimmer
Ein Queenslander Haus


Am nächsten Tag, nach einem langen und erholsamen Schlaf, machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Wir gingen Richtung Brisbane River, überquerten den Fluss Richtung South Bank und sahen uns das Museum für Moderne Kunst an. Danach schlenderten wir am Stadtstrand entlang. Unterwegs legten wir uns ein bißchen in die Sonne und bobachteten das Treiben. Plötzlich flog dem  Fritz ein schwarzweißer Vogel ins Gesicht und pickte ihm mit dem Schnabel nahe am Auge in die Haut. Wir hatten ja im Vorfeld von vielen giftigen Tieren in Australien gehört, aber dass man sich auch vor den Vöglen in Acht nehmen muss, das war uns neu (obwohl Sophie sagt, dass sie uns gewarnt hat!)

Warnschild 


Brisbane CBD

Brisbane City


Bei der nächsten Brücke wechselten wir wieder auf die andere Seite. Dort stehen die meisten Hochhäuser und die wenigen historischen Gebäude, die es in der Stadt gibt. Die George Street führte uns zur Fußgängerzone, die nur aus einer Straße besteht, der Queen Street. Von dort gings weiter zum George Square und von dort wieder zurück in die Craxton Street. Hier aßen wir in einem Braulokal Burger und tranken das selbstgebraute Bier, das zunächst einen eigentümlichen Geschmack hatte, aber wir gewöhnten uns schnell daran.



Wir hatten uns draußen extra in die ausgewiesene Raucherzone gesetzt, damit Fritz rauchen konnte. Allerdings wussten wir nicht, dass in der Raucherzone essen verboten ist. Zum Essen mussten wir uns in die Nichtraucherzone setzen und danach wieder umziehen. Der Barbesitzer erklärte uns, dass sonst ein Nichtrauchergast aus Versehen Mundkrebs bekommen könnte, wenn wir in einer Raucherzone essen??? Oder haben wir da was mißverstanden?
Er fragte uns auch, wie wir das Bier fänden und erklärte ausführlich (nachdem wir erzählt hatten, dass wir aus München sind - Stichwort Oktoberfest), dass der Hopfen, den sie zum Brauen ihres Bieres verwenden, aus Japan kommt und von Ablegern aus Deutschland stammt. Wir waren beeindruckt!

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